WBG Start > Bei der WBG leben > Neue Wohnformen > WAL

(Wohn)raum für neue Lebensformen

So bin ich
und so wohne ich

WAL

<<Prev Next>>Bildergalerie

Modellprojekt WAL

Die Wohnanlage der wbg am Nordostbahnhof, entstand vorwiegend in den Jahren 1928 bis 1932. Die Gebäude an der Dresdener Straße 7-11 entstanden als Nachzügler im Jahr 1955. Insgesamt umfasst die Kernwohnanlage heute rund 2 100 Wohnungen. Das Modellvorhaben der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren „Wohnen in allen Lebensphasen“, kurz WAL genannt, strebte an, Wohnraum für alle Generationen und für alle Lebensumstände zu bieten. Gemeint sind Kindheit, Schulzeit, Studium, Lebensgemeinschaft, Familienleben, vielleicht wieder Single-Dasein und dann auch das Alter. Der ursprüngliche Gedanke war, hierfür Wohnraum unter einem Dach zu schaffen.

Die wbg übertrug dieses Konzept allerdings auf die gesamte Wohnanlage. Durch die zahlreichen Investitionen in der Vergangenheit bestand bereits ein sehr gutes Wohnungsgemenge für die unterschiedlichsten Ansprüche. Was am Nordostbahnhof noch fehlte,  waren barrierearme und barrierefreie Wohnungen für Senioren und behinderte Menschen. Nachdem sich die Wohnanlage insbesondere durch langjährige Mieter auszeichnet, sollte auch den älteren Menschen die Möglichkeit geboten werden, im Quartier zu bleiben und dort adäquaten Wohnraum zu finden.

Diese seniorengerechten Wohnungen entstanden in der Dresdener Straße 7-11, einem eher am Rand der Wohnanlage gelegenem Straßenzug. Neben der energetischen Ertüchtigung der Gebäude war insbesondere das Thema Barrierefreiheit die Herausforderung des Umbaus.

Den Einladungswettbewerb gewann das Nürnberger Architekturbüro Grabow und Hofmann, nach deren Plänen die bestehenden 36 Wohnungen senioren- und teilweise auch behindertengerecht umgebaut wurden. Durch Erweiterungsbauten an den drei Gebäuden konnten außerdem weitere Wohnungen, eine Gästewohnung und ein Gemeinschaftsraum geschaffen werden.

Gemeinsam statt einsam

Ehrgeiziges Ziel der wbg war es, das Projekt nicht nur mit der Schaffung von barrierearmen Wohnraum enden zu lassen, sondern WAL auch mit Leben zu füllen. In den 41 Wohnungen sollte ein Geist der Hilfsbereitschaft und Gemeinsamkeit Einzug erhalten. Sowohl in der Gestaltung der Außenanlagen als auch durch den Gemeinschaftsraum oder Hausinformationstafeln wurden von Seiten der wbg Grundsteine für den gegenseitigen Austausch geschaffen.

Bei der Belegung der Wohnungen achtete das Unternehmen außerdem darauf, den potentiellen neuen Mietern im Alter 55plus diese Philosophie schmackhaft zu machen und die Vorteile eines solchen Zusammenlebens darzulegen. Erfreulicherweise musste allerdings kaum Überzeugungsarbeit geleistet werden. Die neuen Mieter nahmen die Idee der Gemeinsamkeit dankend an und setzten sie in die Tat um: Obwohl sich die meisten zuvor nicht kannten, hatten sich schon nach kürzester Zeit die ersten Kontakte und Netzwerke gebildet. Der extra für die Bewohner geschaffene und kostenlos anmietbare Gemeinschaftsraum ist Zentrum der Aktivitäten geworden. Gemeinsame Musik- und Spieleabende, kollektive Ausflüge, Sonntagsbrunch oder Yoga-Kurse stehen auf dem Veranstaltungsplan der WAL-Bewohner. Von Seiten der Mieter wird bestätigt, dass sich gerne auch gegenseitig geholfen wird: wer nicht Einkaufen kann, dem wird etwas mitgebracht; will einer nicht alleine essen, wird eine Einladung vom Nachbarn dankend angenommen.

Schon bei den ersten Zusammenkünften der neuen Mieter war deutlich spürbar, dass dieser Weg hin zur Gemeinschaft von vielen als Alternative zum Älterwerden in der anonymen Großstadt gesehen wird. Die wbg ist weiterhin Ansprechpartner bei vertragsrechtlichen Fragen zur Wohnung. Das soziale Leben innerhalb der WAL-Wohnungen wird hingegen von den Bewohnern selbst gestaltet. WAL kann als ein gelungenes Projekt zur Förderung von Füreinander und Miteinander und gegen die Einsamkeit im Alter bezeichnet werden.

WAL | Wohnen in allen Lebensphasen

WAL | Wohnen in allen Lebensphasen

 

Wir gestalten LebensRäume.